Zum Inhalt springen

Abgepresst und eingelagert

Nachdem die herbstlichen Arbeiten weitestgehend vollendet sind, war es letzte Woche an der Zeit, die Rotweinmaische zu keltern. Anders als bei unseren Weißweinen vergärt der Rotweinsaft gemeinsam mit den Schalen in offenen Bütten. Bei diesem Verfahren werden über Tage und Wochen wichtige Inhaltsstoffe aus den Beerenschalen gelöst, die maßgeblich zum Geschmack und der Farbe eines Rotweins beitragen.

Es dürfen grundsätzlich nur gesunde Trauben vergoren werden, da faules Lesegut ungewollte Muff- und Bittertöne in den Wein abgeben. Bevor die Maische auf die Presse gelangt, wird erst ein Teil durch ein Sieb abgesaugt. Das erleichtert den weiteren Arbeitsablauf.

Maischebütte

Maischebütte

Nach dem Pressen verblieb der Wein bis heute im Edelstahltank.

Für die weitere Entwicklung bevorzugt unser Spätburgunder nun einen längeren Aufenthalt im Eichenholzfass. Hier finden sich beste Bedingungen für die Reifung. Denn bis der 2014er Spätburgunder seinen Weg ins Glas findet, gönnen wir ihm noch etwas Zeit.

Wer jetzt Lust auf ein Glas Moselrotwein bekommen hat, kann sich einfach  mit dem 2012er Spätburgunder die Wartezeit verschönern. (findet sich im Shop)

Die Traubenlese 2014 ist beendet

Gestern haben wir die letzten Trauben für dieses Jahr unters Dach gebracht.

Die Lese gestaltete sich dieses Jahr sehr anspruchsvoll. Das warme Wetter gepaart mit  Starkregen und leichtem Hagel in verschiedenen Weinbergen setzte den Tauben sehr zu. Alle Helferinnen und Helfer im Weinberg waren aufgefordert, die Trauben je nach dem gewünschten Weinstil genau zu selektieren. Das hat prima funktioniert. Die schon gärenden Weißweine verströmen einen wunderbaren Duft im Keller. Die Rotweinmaische , die nun alle 4-6 Stunden gestampft werden will, lässt schon jetzt auf einen wunderbaren Spätburgunder hoffen. Der Preis für diese guten Produkte war vor allem konzentrierte Handarbeit und einige Trauben, die den Weg nicht in die Kelter sondern auf den Boden gefunden haben.

reife Spätburgunder Trauben

reife Spätburgunder Trauben

Die geernteten Trauben waren in Qualität und Quantität  zufriedenstellend. Die Gärung verläuft gut und wir freuen uns auf die Entwicklung der Jungweine. Außerdem ist man nach so einem Herbst wieder um einige Erfahrungen reicher und kann im nächsten Jahr alles besser machen.

Aber man weiß ja nie, was noch kommt…

 

 

Weinlese intensiv

Letzte Woche konnten wir mit unserer Lesemannschaft einen großen Teil unserer Trauben ernten. Spätburgunder und Riesling war angesagt. Der viele Regen im August, die hohen Temperaturen in der letzten Zeit, Starkregen noch kurz vor Erntebeginn sorgen dafür, dass die reifen Trauben aufplatzen und anfangen zu faulen. Das geht stellenweise rasend schnell. Deshalb müssen auch wir mit allen Kräften ernten was das Zeug hält, dabei die guten Trauben rausselektieren. Die nächste Woche ist wieder wechselhaftes Wetter gemeldet, aber auch kühler. Wir sind  guter Dinge, dass wir die letzten Trauben noch gesund in den Keller bekommen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Wir freuen uns auf einen guten Rotwein

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Eintopf im Weinberg für die Lesetruppe


OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Wir wollen nur die gesunden Trauben für unseren Spätburgunder-Rotwein

Weißer Burgunder 2014

Nachdem in dieser Woche nun alle Müller-Thurgau Weinberge geerntet wurden, war es heute an der Zeit unseren Weißen Burgunder zu ernten. In diesem Weinberg oberhalb von Reil wachsen nicht nur Reben. Der Boden ist bedeckt von Wildkräutern und Walderdbeeren. Und das ist noch nicht alles: Zwischen den Reben finden sich dieses Jahr verschiedene alte Tomatensorten, die wir im Frühjahr gepflanzt haben. Den gesamten Sommer und auch jetzt noch, lassen sich  die leckersten Tomaten pflücken – sehr zur Freude des Leseteams.

Weißer Burgunder 2014

Weißer Burgunder 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Außerdem wurde unsere Lesemannschaft in den letzten Tagen durch einen weiteren Helfer, zu mindest moralisch, unterstützt.

Schlittenhund

Schlittenhund Theo

Abendliche Herbststimmung an der Mosel

Abendliche Herbststimmung an der Mosel

 

 

 

Die Ernte im Weißen Burgunder war sehr zufriedenstellend. Wir sind sehr zuversichtlich für den weiteren Verlauf der Lese. Schöne Grüße von der Mosel

Debbekoche sommerlich

Wir empfehlen eine sommerliche Variation eines moselländischen leckeren Kartoffelrezeptes:

Gemüsedebbekoche im Glas

2 Zwiebeln
40 g Butter
500g Kartoffeln
200 g Möhren
100 g Zucchini
1 Ei
1 Tl Salz
etwas Pfeffer
100 g geriebener Käse
Zwiebeln fein würfeln und in der Butter glasig dünsten
Alle Zutaten dazu und mit der Küchenmaschine klein reiben
In feuerfeste mit Öl gefettete Gläser füllen (250g-Gläser)
Im vorgeheizten Backofen ca. 40 min. bei 175 Grad backen
Dazu gabs bei uns Krautsalat und Apfelmus von eigenen Äpfeln

Debbekoche sommerlich mit Krautsalat und Apfelmus

Debbekoche sommerlich mit Krautsalat und Apfelmus

Dazu ein Glas 2013er Riesling trocken, ein herrlich erfrischender Weißwein, den wir Ihnen herzlichst empfehlen.

mmmh- lecker!

Neuer Weinberg

Am Fuße der Marienburg wiegen sich in diesem Sommer noch schöne Sonnenblumen im Wind.
Nächstes Jahr wird hier ein neuer Weinberg mit feinen Rieslingreben gepflanzt.Sonnenblumen

Foeniculum vulgare var. dulce

Dass ein ökologisch geführter Weinberg mehr Arbeit bedeutet, haben wir in den letzten Jahren gelernt. Auch dieses Jahr werden wir an diese Tatsache erinnert.  Fest steht auch, dass ein Weinberg, indem völlig auf Herbizide verzichtet wird, jede Menge zu Bieten hat. So lassen sich wunderbare Spektakel der Natur beobachten, wenn man nur genau hinsieht. Dieses Jahr stellten wir häufig den unverwechselbaren Duft von Anis in unseren Weinbergen fest. Der Ursprung war schnell gefunden: Foeniculum vulgare var. dulce oder auf Deutsch: Gartenfenchel. Diese mehrjährige Staude, gut zu erkennen an ihren fädigen Fiederblättern, kann bis zu 2m hohe Infloreszenzen bilden und ist somit ein wahrer Anziehungspunkt für allerlei Insekten. Hier ein paar Bilder, die ansatzweise zeigen, was sich rund um den Fenchel tümmelt. Um den herrlichen Duft wahrzunehmen, müssten Sie jedoch selbst einmal durch unsere Weinberge streifen.

 

Fenchel im Weinberg from Alex Arns on Vimeo.

 

 

Die Frucht des Fenchel enthält 2% ätherische Öle, darunter Anethol(daher der Geruch nach Anis) und Fenchon. Fenchelöl wirkt beruhigend und schleimlösend und wird deswegen in der Medizin angewendet. Außerdem kann man mit Fenchel Speisen wie: Suppen, Soßen, Fischgerichte, eingemachtes Obst, Gurken und Brot verfeinern. Fenchelöl verfeinert Liköre.

Weinempfehlung im Juli

Grillgemüse und Ziegenkäse vom Vulkanhof in Gillenfeld Als Sommerwein empfehlen wir Ihnen unseren erfrischenden Grauen Burgunder. Dieser trockene Burgunder passt hervorragend zu gegrilltem Gemüse und ist das Highlight auf jeder Gartenparty. Mit seinem moderaten Alkohol lässt er auch durchaus ein weiteres Glas am Abend zu. Außerdem ist der Nachschub gesichert. Im Frühjahr haben wir eine kleine Parzelle zusätzlich mit Grauburgunderreben bepflanzt. Sie sind in diesem Sommer bisher gut gewachsen.

15 Flaschen 2013 Grauer Burgunder trocken  108,– Euro inkl. Versandkosten

erfrischender Sommerwein

Frühjahrsgeschichten

In den letzten Tagen und Wochen hat sich viel getan im Weingut und vor allem in der Natur.

Die Temperaturen stiegen auf teils frühsommerliche Grade. Das ging nicht spurlos an dem Leben in unseren Weinbergen vorbei. Überall hört man das tüchtige Brummen von Hummeln und Wildbienen, die sich an den rosafarbenen  Blüten des Weinbergspfirsiches tummeln. Nicht nur der Weinbergspfirsich blüht ,sondern auch die Kirschen und eine Vielzahl an Wildblumen. Alles ergrünt und in der Luft liegt ein wunderbarer Blütenduft. Bei diesen Eindrücken freut man sich in der Natur zu sein und den Winter hinter sich zu lassen. 

Weiterlesen

Alles andere als wechselhaft

Heute morgen ließ sich eine Inversionswetterlage beobachten. Bei einer Inversionswetterlage steigt die Lufttemperatur mit der Höhe an. Das heißt also, dass sich kühle Luftschichten in Senken und Tälern sammeln und wärmere Luftschichten darüber lagern. Die Folge lässt sich auf den Bildern gut beobachten: In der kühlen Luft kondensiert Wasser und es bildet sich Nebel. Die wärmeren Schichten können die Luftfeuchtigkeit besser halten. Diese stabile Wetterlage entsteht bei windarmen Tagen und Nächten im Herbst und Winter, wenn die Sonne durch ihren flacheren Winkel nicht die Kraft hat kühlere Luftschichten am Boden aufzuwärmen. Weiterlesen

Wechselhaft

Ab und an kleine Regenschauer gepaart mit herrlichem Sonnenschein begleiten uns dieses Jahr beim Schneiden, Biegen und Anbinden der Reben. Richtige Kälte und Schnee blieben aus wie auch schon unser Kollege Harald Steffens berichtete. Auch bei uns sind diese Arbeiten fast abgeschlossen. Weiterlesen

Für Sorgen sorgt das liebe Leben, und Sorgenbrecher sind die Reben.

 

 

 

Für uns gehören die Reben zum Leben. So kommt es, dass die Reben uns jedes Jahr Sorgen bescheren. In manchen Jahren mehr, in anderen Jahren weniger. Dieses Jahr war kompliziert. Die Ernte ist kleiner als erhofft. Die Moste gären und bald wird sich zeigen, ob sich die viele Arbeit übers Jahr in der Qualität auszahlt. Wir sind zuversichtlich.

Maischegärung beim Spätburgunder

Seit dem Wochenende ist die Ernte im Keller. Die Weißweine blubbern vor sich hin, der Rotwein braucht vierstündlich Betreuung. Er wird schonend gestampft, damit die Farbe aus den Schalen in den gärenden Saft übergehen.

leuchtendes Rieslinglaub

Dieser Herbst hatte viele schöne Momente und zeigte sich in einer tollen Farbenpracht. Leider hat es zwischendurch immer wieder zu viel geregnet.

Danke an unser Leseteam für die gute Stimmung und eure große Hilfe.

Die Natur nimmt sich ihren Teil

Von überall hört man nichts Gutes, was die diesjährige Ernte angeht. Niedrige Erträge durch allgegenwärtigen Fäulnisbefall.

Botrytis cinerea oder auch Grauschimmel genannt, heißt der Pilz, der so vielen Winzern dieses Jahr schlaflose Nächte bringt.

Dieser Pilz dringt in die Beerenhaut ein und beschert uns Winzern eine Handvoll Dinge, die wir nicht brauchen.

Abgesehen von dem Mengenverlusst ist dieser Pilz vor allem für die Weinqualität abträglich.

Beim Rotwein ist mit Farbverlusst zu rechnen, die allgemeine Filtrierbarkeit nimmt ab und im schlimmsten Fall sind die Weine sogar sensorisch beeinträchtigt.

Dies und viele weitere Folgen gilt es zu vermeiden.

Botrytis tritt meist in überversorgten,  zu stark gedüngten Anlagen auf, in denen sich die aufgeblasenen kompakten Trauben gegenseitig kaputtdrücken.

Dieses Jahr ist jedoch speziell! Wären unter den Botrytispilzen Blogger vertreten, wäre das gesamte Internet wahrscheinlich voll mit Beiträgen, die Titel wie “Jahrhundert Jahrgang 2013!” trügen.

Nach unserer Einschätzung kommen wir dieses Jahr ganz gut davon. Gerade unsere Spätburgunderanlagen erfreuen sich bester Gesundheit. Auch hier muss selektiv gelesen werden. Aber die Mostgewichte versprechen einen schönen Rotwein, der dort noch an den Stöcken hängt und darauf wartet, in den nächsten  Tagen gelesen zu werden.

Dass unsere Trauben nicht grau und vor Pilzmycel staubend von den Stöcken fallen, verdanken wir der Tatsache, dass wir jetzt schon im dritten Jahr ökologisch arbeiten.

Wir verzichten auf Mineraldünger. Unsere Reben stehen zwischen blühenden Einsaaten, auf vitalen Böden. Hier sind die Triebe und Trauben abgehärtet und nicht durch zu hohe Stickstoffdüngungen verweichlicht.

Die Natur nimmt sich ihren Teil.

Diese Wespe, die sich an dem süßen Saft unserer Rieslingtrauben labt, wird wohl auch dafür sorgen, dass unsere Ernte dieses Jahr etwas kleiner wird. Jedoch hat sie im Laufe des Jahres sicher viele Traubenwicklerlarven verscheucht und es scheint fair, dass sie sich jetzt ihren Lohn einfordert.

"Die ist mir!"

Alles ist relativ. Für diese Spinne  sicher ein großer Ertrag! Ob sie die direkt verspeist oder einfach nur Maß nimmt. Wir wissen es nicht.

Zu viel Regen gepaart mit warmen Temperaturen.

2013, ein Jahr, das den Landwirten wohl noch lange im Gedächtnis bleibt. Angefangen mit einem späten Austrieb durch langen eisigen Winter, Starkregen, Hagelunwetter im Frühsommer, in Juli und August Bilderbuchwetter, pünktlich zum Reifebeginn stellte sich Dauerregen ein, als die Sonne am nötigsten war. Trotz später Ernte sind die Temperaturen noch immer hoch; viel Regen setzt den Trauben zu.

Die Lese läuft auf Hochtouren

Die Reben befinden sich in der Seneszenz. Gut erkennbar an dem sich verfärbenden Laub. Die Pflanze zieht Reservestoffe zurück in das Holz. Ein Zeichen, dass sie für dieses Jahr so langsam fertig ist. Die Trauben sind reif, nicht nur das Mostgewicht stimmte in dieser Spätburgunderanlage, sondern auch die phenolische Reife, die so wichtig ist um charakterstarke Rotweine auf die Flasche zu füllen. Die Begrünung steht noch saftig da. Hier finden sich neben Blütenpflanzen, in denen sich fleißige Bienen tummeln, auch Kräuter wie Pfefferminze und Melisse. Unseren Lesehelfern gefällts. 

Es gibt sie auch dieses Jahr, die schönen Trauben.

Es gibt sie auch dieses Jahr, die schönen Trauben, appetitlich,  ohne chemischen Beigeschmack. Vielleicht nicht so viele –  aber immerhin. Wir müssen die Weine mehr schätzen, die uns die Natur auch in solchen Jahren gibt.

Einen guten Start in den Tag…

haben unsere Gäste ab sofort mit unserer selbst gemachten Marmelade aus dem roten Weinbergspfirsich.* Weiterlesen

Schlittenfahrt in Falklay

Am Wochenende ging es weiter mit der Traubenlese. Weiterlesen

Biodiversität in voller Pracht

Die Pflanzenschutz- und Laubarbeiten sind in den nächsten Tagen abgeschlossen. Die Trauben haben jetzt noch ein paar Wochen Zeit bis sie reif sind und geerntet werden können. Dieses Jahr war bis jetzt kritisch. Weiterlesen

Austrieb einer Rebe – Zeitraffer

Als Austrieb bezeichnet man den Wachstumsbeginn der Rebe nach der Winterruhe, wenn die Knospen aufbrechen. Weiterlesen

Erntebeginn 2014

Die Ernte hat begonnen und wir haben alle Hände voll zu tun.
Hier schon mal ein Bild des heutigen Tages:

Müller Thurgau 2014

Müller Thurgau 2014

Ausführliche Berichte und Bilder folgen.