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Geschmack von gesunder Natur und Herkunft

Wein & Schiefer

Denkt man an guten Wein, so denkt man fast automatisch auch an seine Herkunft und die Prägung, die der Wein von seiner Herkunft mitgegeben bekommt.

In diesem Zusammenhang fällt dann auch häufig der Begriff Terroir. Dieser Begriff fasst im Grunde alle Einflüsse zusammen, die die Reben beeinflussen und dem Wein bestimmte einzigartige Eigenschaften zukommen lassen.

Wein & Schiefer

Wein & Schiefer

Prägend für unsere Moselregion ist, dass wir im Vergleich zu anderen Weinbauregionen ein kühles Klima haben. Dieser Umstand wirkt sich auf die Reife der Trauben aus. Die Ernte im Moseltal ist meistens später beendet als in südlicheren Anbaugebieten. Im Geschmack glänzen Moselweine auch ohne viel Alkohol, und die Frische und Saftigkeit bereiten höchste Trinkfreude.

Neben dem Klima ist der Boden, auf dem die Rebe wächst, ein sehr wichtiger Einfluss, der sich im Wein bemerkbar macht. Hier ist die Mosel vor allem für ihre Schieferböden bekannt, die in verschiedensten Formen und Farben das Moseltal prägen.

Gerne wird von der Art des Gesteins der Geschmack abgeleitet, dabei lohnt sich der Blick in den organischen Teil des Bodens. Denn ein gesunder und guter Boden mit einem hohen Humusgehalt bringt Vorteile für den Wein und unsere Umwelt.

Humusreiche Böden können mehr Wasser speichern, das heißt, dass bei Starkregen weniger Erde abgeschwemmt wird. Der Boden hält mehr Wasser und die Reben oder andere Pflanzen können besser an das Wasser gelangen.

Neben dem Wasser werden natürlich auch Nährstoffe und Spurenelemente gespeichert, ein Vorteil, der den Reben zu Gute kommt.

Befindet sich das Bodenleben im Gleichgewicht, wirkt sich das natürlich auch auf die Gesundheit der Reben aus. Die Pflanzenkommunikation, die die Rebe über Wurzelausscheidungen betreibt, kann ungestört ablaufen und die benötigten Nährstoffe sind für die Rebe zugänglich.

Ein weiterer Punkt, der für die Verbesserung von Böden spricht, ist, dass Humus ein enormer CO2 Speicher ist. Durch den Aufbau von Humus lässt sich also unsere Atmosphäre entlasten und die Weinqualität steigern.

Seit wir vor sechs Jahren auf Bioweinbau umgestellt haben, arbeiten wir stets an der Verbesserung unserer Böden. Zum einen arbeiten wir mit artenreichen Begrünungen, von denen wir schon öfters auf dieser Seite berichtet haben. Zum anderen wollen wir verstärkt qualitativ hochwertigen Kompost verwenden.

Und so kam es, dass wir in der letzten Woche in verschiedenen Weinbergen Kompost ausgebracht haben. Bei dieser Arbeit wurden schon Pläne geschmiedet, wie wir den Ablauf des Kompostierens und der Ausbringung in der Zukunft verbessern können. Denn es bedarf einiges an Wissen, um aus organischen „Abfällen“ hochwertigen Dünger für die Landwirtschaft zu bereiten.

Dazu mischen wir Grünschnitt, Pferdemist, Trester und Pflanzenkohle wie wir bereits in diesem Artikel berichteten http://www.arnswein.de/2016/09/03/klimafarming-an-der-mosel/.

 

Produktion von Terra Preta für den Weinberg

Kohle und Kompost

Diese Mischung ergibt nach der Verrottung einen wunderbaren Dünger für unsere Reben, mit dem wir Stück für Stück unsere Böden verbessern können. Vielleicht ist es eines Tages so weit, dass unsere Reben sich so wohl fühlen, dass wir ihnen nur noch beim Gedeihen zuschauen müssen und im Herbst die reifen Früchte ernten, die den Geschmack von gesunder Natur und ihrer Herkunft in sich tragen.

Bis es so weit ist, arbeiten wir weiter an diesem Traum und laden Sie herzlich dazu ein, unsere Weinberge zu besuchen und sich ein Bild von unseren Weinen zu machen. Oder Sie bestellen sich zum Frühlingsanfang ein Frühlingspaket zu sich nach Hause.

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