Der Winter war arbeitsreich. Mit der Rebschere haben wir uns von Stock zu Stock gearbeitet – Schnitt für Schnitt die Grundstruktur für den neuen Jahrgang gelegt.
Als das Frühjahr einzog und die ersten Augen zu treiben begannen, folgte der nächste Gang durch die Zeilen: das Ausbrechen überschüssiger Triebe. Damit die verbleibenden Triebe die ganze Kraft der Pflanze für sich haben.
Dreimal waren wir schon bei jeder einzelnen Rebe. Der Grundstein für diesen Jahrgang ist gelegt.
Es war bereits warm – ungewöhnlich warm für diese Zeit. Die Vegetation hat kräftig Fahrt aufgenommen, und man spürte im Weinberg eine gewisse Vorfreude. Doch dann kamen die Eisheiligen und traten auf die Bremse. Zum Glück ist es bewölkt und es gab keinen Frost. Auch die momentanen Regenschauer sind ein Segen, denn die Böden waren schon sehr trocken.
